Dieses Museum ist das einzige Museum, welches sich ausschließlich mit dem Nutztier Schwein beschäftigt. Wir verstehen uns als Bewahrer und Informationsquelle über das Schwein auf ehrenamtlicher Basis. Aus diesen Gründen können wir zu den Öffnungszeiten keine lebenden Schweine zeigen. Gruppen und wissbegierigen Besuchern können wir fachkundige und thematisch konzentrierte Führungen bieten! Besuchen Sie uns am Rande der Stadt Berlin und Teltow.

Aktuelles

Mai 2019, das Museum ist an den Sonnabenden planmäßig geöffnet

Bei kurzfristigen Änderungen bitten wir um Ihr Verständnis. Wir informieren hier darüber.

Sonderaustellungen

Ältere Sonderausstellungen

    1998

  • 25 Jahre Zuchtarbeit – 10 Jahre anerkannte Rasse Leicoma 85 Jahre organisierte Zuchtarbeit in Brandenburg
  • 1999

  • Große Landwirte - bedeutende Förderer der deutschen Schweinehaltung 150 Jahre Ferdinand von Lochow 125 Jahre Karl Müller
  • 2001

  • 100 Jahre Prof. Dr. Dr. Fritz Hofmann
  • 2004

  • Die Lust ein Schwein zu sein – Das Schwein in Redensart, Schlagzeile,Werbung und Comic (Prof. Dr. Dagmar Schmaucks)
  • 2005

  • Keine Angst vorm großen Malschwein (Enriko Neumann)
  • 2006

  • 80 Jahre Stationsprüfung beim Schwein in Deutschland
  • 2009

  • Unser fotogenes Schwein
  • 2011/12

  • Schwein und Schmer und noch viel mehr – Produkte vom Schwein
  • 2015

  • Schwein trifft Farbe
Sonderausstellung
"Sonderausstellung Schmer und mehr"

Beschreibung der abgelaufenen Sonderausstellung "Fleisch und Schmer"

Vor etwa 10000 Jahren machte der Steinzeitmensch an verschiedenen Orten Eurasiens das jeweils bodenständige Wildschwein (Domestikation) zum Nutztier. Vor allem als lebender Fleischvorrat, um von der äufwändigen und auch gefährlichen Jagd unabhängig zu werden. Seitdem ist Schweinefleisch vom menschlichem Speiseplan (außer bei Juden und Moslems) nicht mehr wegzudenken. Das Schwein ist mit dem Geflügel und dem Fisch das geeignetste Tier zur Fleischproduktion. Das Schwein erreicht mit einem halben Jahr das 90 fache seines Geburtsgewichtes, und eine Muttersau zieht pro Jahr mehr als 22 Ferkel auf. Doch nur 62% des Schweinekörpers werden direkt der menschlichen Ernährung in Form von Frischfleisch, Speck, Schmalz oder Wurstwaren zugeführt. Fleisch ist ein wichtiges, hochwertiges und hochgradig kontrolliertes Nahrungsmittel. Es enthält u.a. essentielle, für Wachstum und Gesundheit bedeutsame Mikronährstoffe. Der schlechte Ruf der gesättigten Fettsäuren die im tierischem Fett vorwiegend gespeichert sind, wurde aktuell wieder reviediert. Vielfältig sind neben „Fleisch und Schmer“ (Schmalz – Fett) die anderen „Produkte vom Schwein“ In der Ausstellung wird unter anderem gezeigt: Schweinslederwaren Bürsten und Pinsel aus Schweineborsten Vielfältige Produkte, die aus oder mit Gelantine hergestellt werden, wie Foto- und Filmmaterial, Bänder von Video- und Audiokasetten, Kosmetik Düngemittel wie Hornspäne Tierfutter wie z.B. Tiermehle Pharmazeutische Erzeugnisse Heimtiernahrung Knochenleim Seifen Glycerin Olein- und Stearinzeignisse Wursthüllen aus Schweindärme, Blase Produkte aus Drüsen, Innereien, Darmschleim und Blut wie porcinse Insulin und Blutkohle Das Dilemma der tierischen Nebenprodukte seit der BSE-Krise wird beschrieben, und zukünftigen Verwertungsmöglichkeiten dieser wertvollen Rohstoffe, u.a. zur energetischen Verwertung als Biogas, Biodiesel und Bioethanol, werden aufgezeigt. Letztendlich vermittelt die Sonderausstellung eine Zukunftsvision, die Xenotransplantation, d.h. die Transplantation von Organen und Organteilen des Schweines in den menschlichen Organissmus unter Nutzung von Methoden der Gentechnik. Schon seit über 25 Jahren werden Schweineherzklappen erfolgreich eingepflanzt. Das Schwein als Helfer des Menschen – vom lebenden Fleischvorrat bis zum Ersatzteilspender!

(Konzeption und Realisierung unter der Leitung von Dr. Gunter Nitzsche)