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Fleisch und Schmer

Beschreibung der abgelaufenen Sonderausstellung "Fleisch und Schmer"

Konzeption und Realisierung unter der Leitung von Dr. Gunter Nitzsche
Vor etwa 10000 Jahren machte der Steinzeitmensch an verschiedenen Orten Eurasiens das jeweils bodenständige Wildschwein (Domestikation) zum Nutztier. Vor allem als lebender Fleischvorrat, um von der äufwändigen und auch gefährlichen Jagd unabhängig zu werden. Seitdem ist Schweinefleisch vom menschlichem Speiseplan (außer bei Juden und Moslems) nicht mehr wegzudenken. Das Schwein ist mit dem Geflügel und dem Fisch das geeignetste Tier zur Fleischproduktion. Das Schwein erreicht mit einem halben Jahr das 90 fache seines Geburtsgewichtes, und eine Muttersau zieht pro Jahr mehr als 22 Ferkel auf. Doch nur 62% des Schweinekörpers werden direkt der menschlichen Ernährung in Form von Frischfleisch, Speck, Schmalz oder Wurstwaren zugeführt. Fleisch ist ein wichtiges, hochwertiges und hochgradig kontrolliertes Nahrungsmittel. Es enthält u.a. essentielle, für Wachstum und Gesundheit bedeutsame Mikronährstoffe. Der schlechte Ruf der gesättigten Fettsäuren die im tierischem Fett vorwiegend gespeichert sind, wurde aktuell wieder reviediert. Vielfältig sind neben „Fleisch und Schmer“ (Schmalz – Fett) die anderen „Produkte vom Schwein“

In der Ausstellung wird unter anderem gezeigt:

  • Schweinslederwaren
  • Bürsten und Pinsel aus Schweineborsten
  • Vielfältige Produkte, die aus oder mit Gelantine hergestellt werden, wie Foto- und Filmmaterial, Bänder von Video- und Audiokasetten, Kosmetik
  • Düngemittel wie Hornspäne
  • Tierfutter wie z.B. Tiermehle
  • Pharmazeutische Erzeugnisse
  • Heimtiernahrung
  • Knochenleim
  • Seifen
  • Glycerin
  • Olein- und Stearinzeignisse
  • Wursthüllen aus Schweindärme, Blase
  • Produkte aus Drüsen, Innereien, Darmschleim und Blut wie porcinse Insulin und Blutkohle

Das Dilemma der tierischen Nebenprodukte seit der BSE-Krise wird beschrieben, und zukünftigen Verwertungsmöglichkeiten dieser wertvollen Rohstoffe, u.a. zur energetischen Verwertung als Biogas, Biodiesel und Bioethanol, werden aufgezeigt. Letztendlich vermittelt die Sonderausstellung eine Zukunftsvision, die Xenotransplantation, d.h. die Transplantation von Organen und Organteilen des Schweines in den menschlichen Organissmus unter Nutzung von Methoden der Gentechnik. Schon seit über 25 Jahren werden Schweineherzklappen erfolgreich eingepflanzt. Das Schwein als Helfer des Menschen – vom lebenden Fleischvorrat bis zum Ersatzteilspender!

abgelaufene Sonderaustellungen

1998

  • 25 Jahre Zuchtarbeit – 10 Jahre anerkannte Rasse Leicoma
    85 Jahre organisierte Zuchtarbeit in Brandenburg

1999

  • große Landwirte - bedeutende Förderer der deutschen Schweinehaltung
  • 150 Jahre Ferdinand von Lochow
  • 125 Jahre Karl Müller

2001

  • 100 Jahre Prof. Dr. Dr. Fritz Hofmann

2004

  • Die Luste ein Schwein zu sein – Das Schwein in Redensart, Schlagzeile,Werbung und Comic (Prof. Dr. Dagmar Schmaucks)

2005

  • Keine Angst vorm großen Malschwein (Enriko Neumann)

2006

  • 80 Jahre Stationsprüfung beim Schwein in Deutschland

2008/2010

  • Schwein und Schmer und noch viel mehr – Produkte vom Schwein

2009

  • Unser fotogenes Schwein

20011/2012

  • Schwein und Schmer und noch viel mehr – Produkte vom Schwein

Kontakt/Standort

Förderverein Deutsches Schweinemuseum e.V.
Dorfstraße 1
14513 Teltow OT Ruhlsdorf
Tel.:(03328) 436-145
Tel/Fax/AB:(03328) 309139
schweinemuseum@yahoo.de

Öffnungszeiten

Mai bis September (geändert seit 2015)
jeden Samstag
13-17 Uhr
Absprachen für gesonderte Öffnungszeiten und für Gruppen
(per mail oder Telefon)

Eintritt

Erwachsene:  3,00 € 
Ermäßigt:       2,00 € 
Kinder bis 14 Jahre frei